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Gut geplant ist halb gebaut

Ohne Bauzeichner geht auf der Baustelle gar nichts
Berufe
Veröffentlicht am 02.04.2020

Der Louvre, das Wiener Opernhaus, die Sagrada Familia in Barcelona – diese Bauwerke kennt jeder und entstanden sind sie auf dem Papier.

Die Errichtung eines Gebäudes ist spannend und die fertigen Konstruktionen bringen uns oft zum Staunen: Wie können Wände so viele Tonnen Last tragen? Wieso stürzen Dächer nicht ein? Und wie können Brücken nach Jahrzehnten noch stabil stehen?
Nun, ein Architekt hat die Idee, der Bauingenieur setzt sie um. Doch dazwischen ganz wichtig: Der Bauzeichner, ohne den alle auf der Baustelle im wahrsten Sinne planlos wären. Anhand der Skizzen und Berechnungen von Architekt und Ingenieur erstellt und errechnet der Bauzeichner die Pläne, denen jeder beim Bauen Folge leistet.

Präzision ist bei der Arbeit oberstes Gebot, denn die Abbildung des Gebäudes, der Konstruktion oder des Grundstücks muss exakt sein. Du darfst keinen Winkel vergessen, sei das Gebäude auch noch so groß. Dabei greift der moderne Bauzeichner nicht mehr zum Bleistift, sondern arbeitet mit einer CAD-Software (CAD = computergestütztes Design).

Viel Verantwortung und eine ordentliche Portion Kreativität gehören also zum Alltag. Außerdem ist Kommunikationsfähigkeit wichtig – für die Fachgespräche mit Bauleitern und Architekten. Während der dreijährigen Ausbildung wählst Du einen Schwerpunkt. Das kann Hochbau, Ingenieurbau, oder Tief-, Straßen-, und Landschaftsbau sein. Als Bauzeichner hast du gute Aussichten. Arbeitgeber wie Bauamt, Architektur- oder Ingenieurbüro, Baufirma, Bauträger oder Fertigteilhersteller fürs Baugewerbe können dir ausgezeichnete Chancen bieten.
        
Faktencheck:

Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Schulabschluss (empfohlen): Realschulabschluss
Verdienst: zwischen 600 und 1.000 € monatlich
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung: zwischen 1.750 und 2.100 € monatlich

 

Bild: © FrankBoston / stock.adobe.com