
11.07.2025 ● Redaktion AzubiMovie
🎨 Kennt ihr schon den ArtSpace München? 🖼️🖌️

🏠 Ein Wohlfühlort für Kunst, Inspiration & Community
Willkommen im ArtSpace in München – einem Ort, an dem Kunst nicht nach Regeln funktioniert, sondern nach Gefühl. 🖌️ In der Zentnerstraße 5 im Herzen der Stadt hat sich Gründerin Gianna 2023 ihren Traum erfüllt: ein Raum für Kreative, Neugierige, Freigeister und alle, die Lust haben, Farbe ins Leben zu bringen. Ob abstrakte Kunst, inspirierende Workshops oder Events wie ArtBrunch oder Piano Flow – im ArtSpace dreht sich alles um kreative Entfaltung ohne Druck.
- 📍 Wo? Zentnerstraße 5, 80798 München
- 🖼️ Besonderheit: Keine starren Vorgaben – im ArtSpace steht die eigene kreative Entfaltung im Mittelpunkt
- ✨ Vibes: locker, inspirierend, offen
- 🎨 Angebot:
- Kunst zum Anschauen & Kaufen
- Offenes Atelier mit eigener abstrakter Kunst
- Workshops für alle Level
- ArtBrunch – kreative Auszeit mit Frühstück
- Piano Flow – Kunst trifft Live-Musik
- Sip&Share – Netzwerk-Events für Selbstständige
- Auch buchbar für JGAs, Teamevents & individuelle Wunschformate
👉Alle Infos & Termine: www.artspace-muc.de
✨🎙️ Interview mit Gianna – Gründerin von ArtSpace München
💡 Werdegang & Inspiration
Wusstest du schon immer, dass du Künstlerin werden möchtest?
Ich wollte schon früh einen kreativen Beruf, wusste aber noch nicht, wie dieser später mal aussehen wird.
Wie kamst du zu deiner Leidenschaft für abstrakte und Pouring Art?
Meine ersten Leinwandbilder als Kind waren abstrakte Arbeiten mit Acrylfarben, daran habe ich angeknüpft und fühle mich wohl damit. Die pouring art Technik kam erst 2021 dazu und hat mich sofort fasziniert, weil das Bild mitentscheidet, was es wird. Als Drittes gibt es dann noch die digitalen Kohlezeichnungen, die durch einen spontanen Versuch 2023 dazukamen und aus meiner Liebe zu Design und alten Autos entstehen.
Wie hat sich dein beruflicher Weg von der Bausoftwarebranche zur Selbstständigkeit als Künstlerin und Workshop-Leiterin gestaltet?
Während meiner Innenarchitekturausbildung habe ich meine ersten Erfahrungen mit der Bausoftwarebranche gemacht. Alle Jobs haben relativ viel Laptoparbeit beinhaltet und weniger „aktive Kreativität“. Neben Vollzeitjob und Privatleben war das Unterbringen der kreativen Zeit extrem schwer für mich, und ich habe gemerkt, dass ich dafür wieder mehr Zeit einräumen möchte. 2021 habe ich durch Kunsttherapie wieder Zugang gefunden und neu angefangen, Anfang 2023 habe ich mir dann ein Atelier eingerichtet und im Sommer 2023 erhielt ich ganz spontan die Möglichkeit, mich selbstständig zu machen. Von Anfang an war klar, dass ich neben meiner eigenen Kunst vor allem Workshops geben möchte, um auch für andere einen Ausgleich zur Bürowelt zu schaffen.
Was war der entscheidende Moment, der dich dazu bewegt hat, ArtSpace in München zu gründen?
Zum einen das Angebot, eine Ladenfläche mieten zu können. Zum anderen persönliche Veränderung, die mir Mut gemacht hat, mein eigenes Ding zu verfolgen und die Erkenntnis, dass ich nur gewinnen kann, wenn ich es ausprobiere, denn aufhören kann ich immer noch. Ich hatte Angst, dass ich mir sonst in 20 Jahren vorwerfe, was wäre gewesen, wenn…
Welche Herausforderungen hast du beim Aufbau deines eigenen Studios erlebt und wie hast du sie gemeistert?
Herausforderungen gab es beim Aufbau viele und gibt es auch immer noch. Meine persönlich größte Challenge ist weiterhin das Marketing und skalierbar Geld verdienen. Auf den ArtSpace aufmerksam zu machen und Kunden zu gewinnen. Denn das Konzept funktioniert, aber es wissen noch nicht genug Leute davon. Für jede Herausforderung hilft mir: Ruhe bewahren, mich sammeln, eine lösungsorientierte To-do-Liste schreiben und schrittweise abarbeiten - und nicht aufgeben!
🧑🎨 ArtSpace & kreative Angebote
Erzähl uns von ArtSpace – wie würdest du das Konzept und die Atmosphäre deines Studios beschreiben?
Grundsätzlich ist der ArtSpace in zwei Bereiche geteilt. Meine eigene Kunst, zum Anschauen und kaufen (es gibt für jedes Budget etwas!) und die Workshops, in denen man selbst kreativ werden kann. Ich möchte eine angenehme und lockere Atmosphäre schaffen. Einen Raum für individuelle Gestaltung, an dem alles vorhanden ist, was man braucht, um entweder einfach mal Neues auszuprobieren oder sein Wissen zu vertiefen. Ich gebe keine Motive vor und alle Level arbeiten parallel im Workshop. Man soll nicht nur was lernen und ausprobieren, sondern eine gute Zeit verbringen und im besten Fall noch neue, nette Menschen kennenlernen.
Wie gelingt es dir, sowohl Anfänger*innen als auch erfahrene Kreative in deinen Kursen abzuholen und zu begeistern?
Zu Beginn gibt es immer eine technische Einführung für alle. Im Anschluss arbeitet jede/r an ihrem/ seinem individuellen Kunstwerk in der gewählten Größe. Level sind eigentlich gar kein Thema. Es geht vielmehr um das persönliche Ziel des Workshops. Durch die kleinen Gruppen habe ich genug Zeit, um jeder*m individuelle Hilfestellung zu geben und dennoch bekommen alle Teilnehmer*innen alle Tipps mit. Durch den Austausch untereinander entsteht eine tolle Dynamik.
Du bietest auch spezielle Formate wie den "Art Brunch" an. Wie kam es zu dieser Idee und was macht sie so besonders?
Ich wollte eine Alternative zum „klassischen“ Workshop erstellen, in der man sich mehr Zeit nimmt, um abzuschalten und entspannt in den Tag zu starten, statt ein weiteres To-do auf der Liste abzuhaken und dann zum nächsten Punkt im Alltag überzugehen. Zusätzlich spielen die Workshopzeiten eine große Rolle und vor allem Verpflegung ist immer ein Thema. Der ArtBrunch findet rotierend an Samstagen von 10.30–13.30 Uhr statt. Das bedeutet, jedes Thema ist mal an der Reihe. Neben dem beinhalteten Frühstück hat man 1 Stunde mehr Zeit, sowohl für die Kunst als auch für den Austausch.
Was ist dir bei der Gestaltung deiner Workshops besonders wichtig?
Ich wollte eine Auswahl erstellen, die sowohl für jedes Budget, als auch für verschiedene künstlerische Interessen geeignet ist. Der Piano Flow Workshop ist ein Herzensprojekt, da Musik für mich in der Kunst eine sehr große Rolle spielt und es das in dieser Form bisher noch nicht gab. Bisher gebe ich alle Kurse selber. In Zukunft hole ich mir weitere Experten für andere Themengebiete ins Boot, um das Angebot schrittweise zu erweitern.
Welche Pläne und Visionen hast du für die Zukunft von ArtSpace? Und sind neue Projekte geplant?
Ja! Ich habe eine ganze Wand voller Ideen im meinem Büro! Mehr Workshops und neue Themen. Außerdem die Netzwerk-Reihe „Sip&Share“, in der sich Selbstständige und die, die es werden wollen, ganz zwanglos austauschen können. Außerdem möchte ich mehr Fokus auf feste Gruppen legen (Geburtstage, JGAs, Teamevents) und meine Kunsttherapie Weiterbildung abschließen, um dieses Wissen ebenso in die Workshops einbauen zu können. Sowohl für die Workshops für Kinder als auch für Erwachsene.
👩💼 Tipps für junge Kreative & Gründer*innen
Welche Rolle spielt Kunst für die persönliche Entwicklung junger Menschen?
Schwierige Frage. Ich liebe das intuitive Handeln von Kindern, gerade in der Kunst. Auch das versuche ich in meinen Workshops zu vermitteln. Macht euch frei von „Wie findet das der oder die..“, sondern kreiert euer Bild. Am Ende muss es euch gefallen und soll eure Emotion oder euren Blick auf etwas widerspiegeln und nicht das der anderen. Ich denke, darum geht es in persönlicher Entwicklung ebenso. Vorsicht, ich spreche nicht von purem Egoismus, sondern von der Frage, wer möchte ich sein, wie möchte ich mein Leben gestalten und wie muss ich mich verhalten und welche Entscheidungen kann ich treffen, um diese Person zu werden.
Außerdem finde ich, zeigt Kunst auf wunderbare Weise, dass Schönheit, Emotionen, Können etc. ganz subjektiv eingeordnet werden. Bilder, mit denen manch einer nichts anfangen kann, werden hochgelobt und andersherum. Und so ist es in vielen Bereichen im Leben doch auch, auch wenn einem das oft anders beigebracht wird.
Was würdest du jungen Menschen raten, die mit dem Gedanken spielen, einen kreativen Beruf zu ergreifen oder sich selbstständig zu machen?
Beschäftigt euch damit und schaut euch am besten persönlich an, wie der Beruf im Alltag wirklich aussieht. Kreative Berufe sind toll, aber oft viel weniger kreativ, als man meint. Überlegt euch zum Beispiel, welcher „Arbeitstyp“ ihr seid, also wie und wo ihr arbeitet und wie ihr an Aufgaben herangeht und ob das zu dem Beruf passt, den ihr ergreifen möchtet. Lasst euch nicht vom erwartbaren Gehalt leiten, sondern von euren Stärken. Ich bin der festen Überzeugung, dass man in einem Beruf, der einen erfüllt, viel erfolgreicher und vor allem gesünder ist als in jedem anderen Job. Wollt ihr euch selbstständig machen, seid euch bewusst, was das bedeutet. Hast du Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz, dann ist das schonmal super. Dennoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass es leider viel zu viele Start-up-Gründeri*nnen gibt, die sich die Rolle des CEO selbst zugeschrieben haben, weil sie die Vision des*r Chef*in sein, toll fanden. Das allein reicht leider nicht.
Was denkst du über die Unsicherheit kreativer Berufe?
Ich kenne inzwischen ein paar Personen, die mit einem künstlerischen oder musikalischen Beruf total erfolgreich geworden sind. Ich denke, man muss sich bewusst sein, dass der Weg vielleicht ein bisschen steiniger sein kann, als in anderen Branchen. Das kann man aber auch nicht pauschalisieren.
Persönlich bin ich großer Befürworter von Ausbildungsberufen im Vergleich zum Studium, egal in welche Richtung es geht. Für mich war es genau das Richtige. Super praxisorientiert, mit Dozenten, die in ihrem Beruf täglich arbeiten. Studium mit Hausarbeiten und Co. wäre meine persönliche Hölle gewesen.
Hast du einen allgemeinen Tipp für Jugendliche in Sachen Karriere oder Berufswahl?
Die Auswahl ist riesig und doch kennt man meist nur die Jobs wirklich, die Familienmitglieder oder Bekannte machen. Beschäftigt euch mit euren Stärken und Zielen!
Kunst muss eigentlich nur dir selbst gefallen und nicht den anderen. Sie zeigt nämlich auf wunderbare Weise, dass Schönheit, Emotionen und Können ganz individuell sind. Bilder, mit denen manch einer nichts anfangen kann, werden hoch gelobt und andersherum. Und so ist es in vielen Bereichen im Leben doch auch.
— Gianna Defregger von ArtSpace




